Die Laserverfahren
Die klingenfreie Femto-LASIK wird heute wesentlich häufiger durchgeführt als die klassische LASIK, da sie komplikationsärmer ist. Hintergrund: Der Flap wird sehr schonend und sicher mit dem Femtolaser und nicht mit einem Microkeratom präpariert. Statt eines Saugrings wird ein geformtes Kontaktglas auf das Auge gesetzt und der Femtolaser setzt nur an der Hornhaut an und verursacht so weder Schmerzen noch Blutungen. Die klassische LASIK führen wir deshalb nur noch auf ausdrücklichen Patientenwunsch durch. Noch moderner ist die so genannte FLEx-Methode, die nur mit dem ZEISS Laser VisuMax durchgeführt wird. Sie gilt daher in wissenschaftlichen Kreisen als die Methode der Zukunft. Alternativ bieten wir auch alle älteren Verfahren wie PRK oder LASEK/Epi-LASIK an.
Die neue Femto-Lentikel-Extraction (FLEx) mit dem VisuMax
Die Femto-Lentikel-Extraction (FLEx) ist eine sehr neue, aber sichere Methode, die wir ausschließlich mit einem VisuMax Femtolaser der jüngsten Generation durchführen. Sie ist im Vergleich zur herkömmlichen LASIK bzw. Femto-LASIK noch sicherer und präziser und ermöglicht einen völlig klingenfreien refraktiven Eingriff - sogar bei Patienten mit höheren Fehlsichtigkeiten oder dünnerer Hornhaut. Die AugenLasik Düsseldorf ist eines der ersten Refraktiven Laserreferenzzentren der Firma Carl Zeiss Meditec in Deutschland, das diese Methode anbietet.
Animation
Die FLEx-Operation
Die FLEx-Operation
Schritt 1 und 2: Präparation des Flaps und des Lentikels (Linse)


Der moderne Femtosekundenlaser schneidet sowohl den Flap (Hornhautlamelle) als auch ein sogenanntes Lentikel (Linse) in die Hornhaut. Das geschieht sehr präzise, schnell und schonend, indem der Laserstrahl seine Energie in einer genau definierten Tiefe der Hornhaut entlädt und auf einer festgelegten Strecke viele winzige Bläschen entstehen lässt, mit deren Hilfe das Gewebe der Hornhaut getrennt werden kann. Millionen dieser Laserschüsse nebeneinander führen zur Abtrennung einer zusammenhängenden Fläche. So kann das Lentikel in der tiefer liegenden Schicht der Hornhaut herausgelöst werden, um der Hornhaut die Form zu geben, die für eine scharfe Sicht notwendig ist.
Schritt 3: Schneiden von Öffnungsschnitten für die Linse

Anschließend werden mit dem Femtolaser eine oder mehrere kleine Öffnungen geschnitten.
Schritt 4: Lentikel-Entnahme

Durch diese Öffnungen wird die herausgelöste Linse entfernt. Abschließend wird die Hornhautlamelle wieder zurückgelegt und verheilt dort ohne genäht werden zu müssen.
Dieses neue Verfahren wurde 2008 von Professor Dr. Walter Sekundo, Marburg und PD Dr. Marcus Blum, Erfurt, in Kooperation mit der Zeiss Meditec AG entwickelt. Erste Erfahrungen mit dieser neuen Operationsmethode sind durchweg positiv und bestätigen seine hohe Präzision und Sicherheit. Weltweit wurden bisher über 1000 Augen mit FLEx behandelt, von denen ähnlich wie bei der herkömmlichen LASIK 90% das angestrebte Ergebnis erreichten, in nur einem Fall musste nachgelasert werden. Schwere Komplikationen wurden im Gegensatz zur herkömmlichen LASIK jedoch keine berichtet. Ein Grund dafür ist, dass keine Schnitte mit einer Klinge gemacht werden. Sollten dennoch kleinere Korrekturen der gelaserten Fläche nötig werden, so ist das bereits nach 5 Sekunden möglich, also noch während der Operation. Im Gegensatz dazu sind Fehlschnitte eines Keratoms erst nach 4 Wochen zu beheben. Ein großer Vorteil ist auch die Fixierung des Auges während der Operation durch ein geformtes Kontaktglas, weil das für den Patienten wesentlich sanfter und angenehmer ist als der bei einer herkömmlichen LASIK verwendete Saugring.
Die Femto-LASIK
Die Femto-LASIK, auch klingenfreie LASIK oder „bladeless” LASIK genannt, wird seit 2004 durchgeführt und ist die moderne und präzisere Variante der 10 Jahre früher eingeführten LASIK. LASIK steht für „Laser in situ Keratomileusis” und bedeutet in etwa Formveränderung im Innern der Hornhaut durch den Laser. Sowohl mit der Femto-LASIK und der LASIK können Fehlsichtigkeiten bei Kurzsichtigkeit bis zu –10 Dioptrien, bei Weitsichtigkeit bis zu +4 Dioptrien und bei Hornhautverkrümmung bis zu 5 Dioptrien korrigiert werden.
Beide Verfahren bestehen aus zwei Schritten: 1. der Präparation des „Flaps”, einer dünnen Hornhautlamelle, und 2. der Korrektur der Fehlsichtigkeit durch den Excimer-Laser. Sie unterscheiden sich jedoch in der Technik, mit der die Hornhautlamelle präpariert wird.
Die klingenfreie Präparation des Flaps bei der Femto-LASIK
Bei der Femto-LASIK wird der Flap sehr präzise, schnell und schonend mit dem Femtosekunden-Laser, präpariert. Das geschieht, indem der Laserstrahl seine Energie in einer genau definierten Tiefe der Hornhaut entlädt und auf einer festgelegten Strecke viele winzige Bläschen entstehen lässt. Entlang dieser Linie kann die Lamelle gelöst und buchdeckelartig zur Seite geklappt werden. Diese klingenfreie Schnittmethode ist sehr sicher, Komplikationen eines Fehlschnittes sind praktisch zu vernachlässigen: Sollte der erste „Schnitt” mit dem Femto-Laser nicht perfekt sein, so kann dieser sofort wiederholt werden. Hervorzuheben ist außerdem, dass ein Schnitt mit dem neuen VisuMax-Femtolaser die Durchblutung der Netzhaut nicht unterbricht. Mehr über den weiteren Behandlungsschritt bei Femto-LASIK lesen Sie weiter unten im Text über den „Operationsvorgang von Femto-LASIK und herkömmlicher LASIK”.
Die LASIK und die Präparation des Flaps mit dem Microkeratom
Bei der LASIK kommt im ersten Operationsschritt im Unterschied zur Femto-LASIK eine Klinge (Microkeratom) zum Einsatz:
Dieses Mikrokeratom wird genau positioniert und dazu verwendet,
eine sehr dünne Lamelle (Flap) von ca. 130 μm (0,13 mm)
von der Vorderseite der Hornhaut zu trennen. Dabei wird das Auge mit einem Saugring fixiert.
Im seltenen Falle eines Fehlschnittes kann dieser erst einen Monat später korrigiert werden.
Die Korrektur der Fehlsichtigkeit bei Femto-LASIK und LASIK mit dem Excimerlaser
Der Flap bleibt an einer Seite über einen Steg mit der
Hornhaut verbunden. Dieser Steg wirkt wie ein Scharnier, wenn
die Lamelle zur Seite gefaltet wird. Durch das Zurückfalten der
Lamelle wird das Stroma, der tiefere Bereich der Hornhaut, freigelegt.
Lichtpulse eines computergesteuerten Excimer-Lasers verdampfen
einzelne Bereiche der freigelegten Hornhautoberfläche. Moderne
Scanning-Spot-Laser ermöglichen es, der Hornhautoberfläche in
Sekundenschnelle und mit Mikrometergenauigkeit jede beliebige Form
zu geben.
Nach der erfolgten Korrektur der Fehlsichtigkeit wird die
Hornhautlamelle wieder auf ihren ursprünglichen Platz zurückgelegt.
Sie verklebt und braucht nicht vernäht zu werden.
Die Vorteile von Femto-LASIK und LASIK bestehen darin, dass die Oberfläche der Hornhaut kaum angegriffen wird. Es findet praktisch keine Narbenbildung statt, und Patienten haben nach der Operation fast keine Schmerzen. Dazu kommt die schnelle Rückkehr des Sehvermögens: Bereits einen Tag nach der Operation sieht die Hälfte der Patienten 80% und mehr.
Wellenfront geführte Verfahren
Bei beiden Verfahren kann zusätzlich eine verbesserte Diagnostik zur Anwendung kommen, bei der an über 250 verschiedenen Punkten die Brechkraft des Auges mit einem Abberrometer bzw. mit der Wellenfront-Technologie genau ausgemessen wird, um die Abweichungen (Aberrationen) der Augenoberfläche vom normalen Auge feststellen zu können.
PRK (Photorefraktive Keratektomie)
Das Verfahren Photorefraktive Keratektomie wird seit 1988 angewandt und ist das älteste Verfahren, das mit einem Excimer-Laser durchgeführt wird. Mit PRK lässt sich Kurzsichtigkeit bis zu –6 Dioptrien korrigieren; im Bereich von +1,0 Dioptrien bis -5,0 Dioptrien sind Erfolgs- und Komplikationsrate durchaus mit denen der LASIK zu vergleichen. Zunächst wird die oberste Schicht der Hornhaut, das Epithel, mechanisch entfernt, wodurch eine größere Oberflächenwunde entsteht als bei der LASIK. Anschließend wird mittels eines Excimer-Lasers die Hornhautoberfläche wie bei der LASIK gezielt abgetragen, um die Fehlsichtigkeit auszugleichen. Das Epithel bildet sich in wenigen Tagen neu und schließt die oberflächliche Wunde. Nachteile der PRK bestehen in der langsameren Heilung und in den zum Teil deutlichen Schmerzen bis zum Wundschluss. Was Erfolgs- und Komplikationsrate anbetrifft, bewegen PRK und LASIK sich im Bereich von +1,0 Dioptrien bis –5,0 Dioptrien etwa in der gleichen Größenordnung.
LASEK/Epi-LASIK
LASEK (Laser assisted sub-epithelial keratectomy)und Epi-LASIK (epitheliale LASIK) sind moderne Varianten der PRK, die möglicherweise weniger subjektive Probleme bereiten. Das Epithel wird nicht wie bei der PRK mechanisch abgeschabt, sondern als ganzes Epithelblatt abgehoben und umgeschlagen. Nach dem Lasern wird es dann wieder an den ursprünglichen Ort zurückgelegt. Während bei der LASEK das Epithelblatt dafür mit Alkohol vorbehandelt und mit speziellen Instrumenten von Hand abpräpariert wird, wird bei der Epi-LASIK das Epithelblatt mit einem ähnlichen Mikrokeratom wie bei der LASIK abgehoben, so dass keine alkoholbedingten Heilungsstörungen wie bei der LASEK auftreten. Nach Versorgung mit einer Verbandslinse für 1 bis 3 Tage ist die Schmerzempfindung geringer als bei der PRK, und das Sehen soll schneller wieder aufgebaut werden.
Weiter zum nächsten Unterkapitel im Bereich „Die Laserbehandlung“:
Weiterführende Beratung
Sollten Sie weitere Fragen zu den verschiedenen Laserverfahren haben oder möchten generell zu Korrekturmöglichkeiten beraten werden, fragen Sie bitte Ihren Augenarzt oder Ihre Augenärztin. Oder wenden Sie sich direkt an unser Team: Gerne beraten wir Sie auf unserer Hotline mit der Nummer 0211-600 66 00.
